Prolog

Hein­ke Hart­mann

Diplo­mier­te Kul­tur­päd­ago­gin (Uni­ver­si­tät Hil­des­heim) und Schau­spie­le­rin (Mozar­te­um Salz­burg).

Seit 1987 vor­wie­gend frei­schaf­fend tätig als Schau­spie­le­rin beim Frei­en-, Stadt- und Staats­thea­ter, bei Film und Fern­se­hen und als Spre­che­rin.

Seit 2004 außer­dem Kon­zep­tio­nie­rung, Insze­nie­rung und Rea­li­sie­rung eige­ner Pro­jek­te und Semi­na­re.

Herz­stück mei­ner Regie-Arbeit sind die doku­men­ta­ri­schen bzw. bio­gra­fi­schen Lang­zeit­pro­jek­te. Ich wäh­le reiz­vol­le und gesell­schaft­lich rele­van­te Tabu-The­men, die in einem ca. ein­jäh­ri­gen Pro­ben­pro­zeß mit „Betrof­fe­nen“, die oft Lai­en sind, spie­le­risch erforscht und zu einem Thea­ter­stück ver­dich­tet wer­den. Die­ser Pro­zeß wird beglei­tet, inspi­riert und doku­men­tiert von einem pro­fes­sio­nel­len Team unter­schied­li­cher Dis­zi­pli­nen: Aus­stat­ter, Autor(in), Stimm­trai­ne­rin, Super­vi­sor, Foto­graf, Fil­mer etc.

Eine Beson­der­heit und der rote Faden bei allen bis­her von mir auf­ge­grif­fe­nen The­men ist, dass immer zwei Grup­pen oder Pole auf­ein­an­der tref­fen: Kin­der­lo­se Frau­en und Müt­ter („Ande­re Umstän­de“ 2005/06), Blin­de und Sehen­de („Ich sehe was, was du nicht siehst“ 2007/08), Män­ner und Frau­en („War­um eigent­lich Sex“ 2009/10), Men­schen mit und ohne Demenz („Die schö­ne Zeit geht wie­der heim“ 2011) und poli­tisch Betei­lig­te und Unbe­tei­lig­te (Bür­ger­be­tei­li­gung — Ein Lust­spiel” 2012).

Alle Pro­jek­te sind zudem grenz- (D/CH) und gene­ra­ti­ons­über­grei­fend.

Mich inter­es­siert weni­ger die Idee, die ich von einem The­ma oder den betei­lig­ten Schau­spie­lern habe, son­dern die Ent-Deckung, das Wesent­li­che und Ech­te, das wir in einem gemein­sa­men Pro­zeß und in die­ser Kon­stel­la­ti­on frei­le­gen kön­nen.




css.php