Andere Umstände

Wenn Frauen keine Mütter sind – Und was Männer damit zu tun haben.

Ein Szenisches Projekt

Die Gesellschaft scheint von einem Virus erfasst: Kinderlosigkeit! Die Geburtenrate ist im europäischen Vergleich in Deutschland und in der Schweiz besonders niedrig und sinkt weiter. Sterben wir aus? Wo bleiben die künftigen Rentenzahler? Die Aufregung ist groß – die Fragen nehmen kein Ende. Warum bekommen die Frauen keine Kinder mehr? Sind Frauen egoistisch und karrieregeil geworden? Kinderlos = gnadenlos? Und was ist eigentlich mit den Männern los? Auf diese und andere Fragen sind Antworten gesucht: 14 Frauen von 16 bis 62 stellen Szenen dar aus dem Leben mit und vor allem ohne Kind. Alltagsszenen, Märchen, Tatsachen, Gedichte und biographische Geschichten – teils heiter teils besinnlich – spüren anderen Umständen nach …

Zum Konzept der Projektleiterin und Regisseurin Heinke Hartmann gehörte es, mit den Frauen zusammenzuarbeiten – die alle Amateure sind, was das Theater, aber Profis, was das Leben angeht – und sie am künstlerischen Prozess zu beteiligen. So wurden neben Fundstücken aus der Literatur, neben Interviews und Artikeln aus der Presse vor allem die Erinnerungen, die persönlichen Erfahrungen und Geschichten der Frauen in Einzelszenen nachgespielt und improvisiert. Das gesammelte Spielmaterial bildete die Grundlage für die Textfassung.

Premiere am 22.11.2005 im K9 Konstanz, weitere Vorstellungen im Theater an der Grenze Kreuzlingen (CH), Werkstatt Stadttheater Konstanz, GEMS Singen, Zimmertheater Rottweil
 
 

Darstellerinnen
Waltraud Faschian, Constanze Feger, Eileen Gallagher, Walli Graulich, Barbara Kesseli, Doris Reddmann, Caroline Schneider, Silke Schneider, Jutta Schultheiß, Waltraud Silberhorn, Barbara Springer, Andrea Wagner, Beate Wanzke, Ursula Wolschendorf
Regie/Konzept
Heinke Hartmann
Dramaturgie
Daniela Dujmic-Erbe
Textfassung
Daniela Dujmic-Erbe/Heinke Hartmann
Regieassistenz
Beate Götz
Stimm- u. Spracharbeit
Silke Schneider
Kommentare
„Frauen mit und ohne Kinder haben ihre Erfahrungen als Mütter oder Nicht-Mütter künstlerisch umgesetzt und damit einen Riesenerfolg gelandet.“

Carola Stadtmüller, Südkurier Konstanz

„Ein lehrreicher und kurzweiliger Abend. Eine tolle Arbeit mit Witz, Pep und Geist.“
Anita Grüneis, Journalistin

„Die gewinnende Frische mit der das Ganze daher kommt, die überraschenden szenischen Lösungen, die unbedingte Lust und Spielfreude der Darstellerinnen und deren offensichtlich gewordenen Talente, die Direktheit und Witzigkeit. Es gibt aber etwas, das ich besonders erwähnenswert finde: in der Szene, in der die ganz persönlichen, eigenen Geschichten erzählt werden, manchmal ironisch, manchmal unsicher, unfertig mit allem, manchmal mit breiter Klarheit und schlagenden Pointen. Diese Ehrlichkeit und Intensität, die sie da zeigen, war außerordentlich berührend und beeindruckend.“
Frank Lettenewitsch, Schauspieler




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